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Neue Impulse durch "Arbeitsgemeinschaft Rapid Manufacturing"
08.12.2009 Industrie sichert sich Wettbewerbsvorteile im Bereich der generativen Fertigungsverfahren durch Kooperation mit dem iwb Anwenderzentrum Augsburg

Am iwb Anwenderzentrum Augsburg, das in Deutschland zu den führenden Forschungsinstituten auf dem Gebiet der generativen Fertigungsverfahren zählt, wurde zusammen mit den Firmen BMW (München) ConceptLaser (Lichtenfels), EADS (Ottobrunn) sowie MTU Aero Engines (München) eine "Arbeitsgemeinschaft Rapid Manufacturing" ins Leben gerufen. Diese wird sich mit Verfahren zur schnellen und kostengünstigen Fertigung von Modellen, Mustern, Prototypen, Werkzeugen und Endprodukten beschäftigen. Dabei erfolgt die Fertigung direkt auf Basis der rechnerinternen Datenmodelle aus formlosen (Flüssigkeiten, Pulver u. ä.) oder formneutralen (band-, drahtförmigen) Material mittels Laser- oder Elektronenstrahl.
In Abbildung 1 ist eine zum Laserstrahlschmelzen verwendete Anlage "m1 Cusing" der Firma ConceptLaser dargestellt.

Abb. 1: Strahlschmelzanlage
Abbildung 1: Strahlschmelzanlage "m1 Cusing" der Firma ConceptLaser GmbH

Eine Optimierung der Leistungsfähigkeit dieser generativen Verfahren hinsichtlich der Bauteilqualität sowie der Zuverlässigkeit und Effizienz der Fertigung ist das erklärte Ziel der neu gegründeten Arbeitsgemeinschaft.
Generative Fertigungsverfahren stellen der Industrie Lösungen zur Verfügung, um dem zunehmenden Trend der Produktindividualisierung, dem sog. Mass Customization, erfolgreich zu begegnen. Selbst Werkstücke in Losgröße 1 lassen sich mittels dieser neuartigen und innovativen Fertigungsverfahren wirtschaftlich herstellen. Des Weiteren erlauben sie umfangreiche Formgebungsfreiheiten (vgl. Abbildung 2) sowie eine große Bandbreite verarbeitbarer Werkstoffe. Damit verfügen sie über das Potenzial, konventionelle Technologien wie beispielsweise Fräs- und Gießprozesse zukünftig zu ersetzen.

Abb. 2: Formeinsätze
Abbildung 2: Generativ gefertigte Formeinsätze aus Werkzeugstahl (Quelle: iwb)

Die langfristig angelegte Arbeitsgemeinschaft ist bestrebt, in gemeinsamer Forschungs- und Entwicklungsarbeit die momentan noch vorhandenen Defizite generativer Fertigungsverfahren zu eliminieren und diese in konkreten Projekten für die Anwendungsbereiche der Industrie zu qualifizieren. Damit wird einer breiten Industrieakzeptanz sowie einer tiefen Marktdurchdringung der "Rapid Verfahren" nichts mehr entgegenstehen.

Kontakt:
iwb Anwenderzentrum Augsburg
Technische Universität München
Geschäftsführer: Herr Johannes Schilp
Projektleitung: Stefan Lutzmann
Beim Glaspalast 5
86153 Augsburg
Tel.: 08 21 / 56 883 21
E-Mail: johannes.schilp@iwb.tum.de

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Ansprechpartner
Schilp, Johannes,
Dipl.-Ing.
Tel.: (0821) 56 88 3 - 21
Fax.: (0821) 56 88 3 - 50
E-Mail: johannes.schilp